1. Formulieren Sie das Lernziel in einem Satz
„Wer diese Schulung abschließt, kann ...“. Wenn sich der Satz nicht beenden lässt, ist die Schulung noch nicht definiert. Das Lernziel ist zugleich die Quelle der Testfragen.
2. Legen Sie die Zielgruppe fest
Berufseinsteiger oder Erfahrene; am Schreibtisch oder vor Ort; am Smartphone oder am Computer? Sprache, Beispiele und Dauer ändern sich entsprechend. Inhalte von mehr als fünfzehn Minuten werden vom Personal vor Ort nicht zu Ende angesehen.
3. Legen Sie die Dauer vorab fest
Bei Pflichtschulungen ist die Dauer durch Vorschriften bestimmt (siehe Pflichtschulungen). Bei freiwilligen Schulungen werden kurze Module häufiger abgeschlossen als ein langer Block.
4. Erstellen Sie die Gliederung
Überschriften und unter jeder zwei bis drei Sätze. Denken Sie in dieser Phase noch nicht visuell; prüfen Sie, ob der Ablauf stimmt. Die Freigabe durch die Fachperson erfolgt hier; spätere Korrekturen sind teuer.
5. Schreiben Sie den Sprechtext
Gesprochene Sprache, kurze Sätze, die eigenen Begriffe der Organisation. Ein Text, der vertont wird, unterscheidet sich vom geschriebenen Text: Lesen Sie ihn laut und ändern Sie die Stellen, an denen Sie stolpern.
6. Ergänzen Sie Bilder und Szenen
Eine Idee pro Bildschirm. Wenn eine Regel erklärt wird, zeigen Sie sie: Richtiges und falsches Verhalten, in einer Szene gespielt, bleibt im Gedächtnis. Bevorzugen Sie schlichte Bilder, die der eigenen Umgebung der Organisation ähneln, statt Stockfotos.
7. Verteilen Sie die Fragen über den Ablauf
Zwei bis drei Fragen nach jedem Abschnitt statt zehn am Ende. Eine falsche Antwort soll nicht bestrafen, sondern dorthin zurückführen, wo das Thema erklärt wird. Die Fragen sollten sich am Lernziel orientieren; eine Auswendiglern-Frage wie „In welchem Jahr wurde es erlassen“ misst nichts.
8. Barrierefreiheit
Untertitel, ausreichender Kontrast, Navigation per Tastatur und Text, den ein Screenreader lesen kann. Das wird nicht nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an eingebaut.
9. Verpacken und testen
Exportieren Sie die Schulung als SCORM-Paket (1.2 oder 2004) (siehe Was ist SCORM). Laden Sie es ins LMS hoch und durchlaufen Sie es mit einem Testkonto von Anfang bis Ende; prüfen Sie, ob Abschluss und Punktzahl ankommen.
10. Pilot und Aktualisierung
Führen Sie einen Pilot mit fünf bis zehn Personen durch: Wo sind sie hängen geblieben, welche Frage fiel allen schwer? Korrigieren Sie und geben Sie die Schulung dann für alle frei. Eine Schulung ist nie ganz fertig: Ändert sich der Prozess, muss sich auch der Inhalt ändern.
Wo hilft die KI in diesem Ablauf?
Die KI beschleunigt die Schritte 4, 5, 6 und 7: Sie schreiben Thema und Zielgruppe, und Gliederung, Sprechtext, Folienaufbau, Vertonung und Fragen liegen vor Ihnen. Das Lernziel festzulegen (1), die Zielgruppe zu kennen (2), die Freigabe durch die Fachperson (4) und der Pilot (10) sind Aufgaben des Menschen. Nichts, was die KI schreibt, sollte ungesehen veröffentlicht werden.
Erstellung bei Seriftech
Das Schulungsstudio führt genau diese zehn Schritte in einem Ablauf aus: Sie schreiben Thema und Zielgruppe; Gliederung, Text, Folien, Vertonung, Szenen und Fragen werden erstellt; Sie prüfen, korrigieren und exportieren sie als SCORM-Paket oder veröffentlichen sie auf der Schulungsplattform.